Sanierung des Mausoleums Wiesenack und Ausstellung „Klang der Geschichte“ auf den Friedhof Sophien II, Bergstr. 29, 10115 Berlin, Denkmal

Johann Gottlieb Wiesenack war ein Spirituosenfabrikant, der von seiner Destille in der Linienstraße aus im Königreich Preußen und späteren Kaiserreich ein Imperium der Schnapsherstellung aufbaute. Mit dem Tod seiner Frau Henriette ließ Johann Gottlieb um 1887 das Mausoleum auf dem Friedhof erbauen.

Das Mausoleum Wiesenack ist Teil eines Ensembles monumentaler, historisierend gestalteten Mausoleen an der Querallee zwischen Gedenkkreuz und dem Weg zum Tor an der Ackerstraße. Entlang des Weges stehen drei Mausoleen und ein Wandgrab, mit dem Rücken dazu stehen zwei weitere Mausoleen. Direkt neben dem Mausoleum Wiesenack liegt die 2015 sanierte Grabanlage Bechstein.

Das Mausoleum befand sich 2018 in ruinösem Zustand und wurde in zwei Bauabschnitten saniert.

Planung und Durchführung

Bauherr: Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe Berlin-Brandenburg, Projektleitung Frau Winckler

Förderung Sanierung: Evangelischer Friedhofsverbandes Berlin Stadtmitte, Landesdenkmalamt Berlin, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Privatspenden

Projektbeteiligte Sanierung: Restauratorische Untersuchungen und Dokumentation: Steinhagen Konservierung und Restaurierung,

Mitarbeiter NM: Timo Vosshagen

 

Dauerausstellung "Klang der Geschichte", Musik im Mausoleum
Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der denkmalgeschützte Friedhof Sophien II in Berlin-Mitte letzte Ruhestätte für bekannte Persönlichkeiten der Musikwelt, Instrumentenbauer, Sänger, Chorleiter und Komponisten: Carl Bechstein, Wilhelm Bach, Albert Lortzing, Walter Kollo, Arndt Bause, Siegfried Wilhelm Dehn, Theodor Oesten, Carl Hennig, Fritz Buchholz, Gustav Michaelis sowie Adolf Zander, Karl Schwarzmeier, Max Graf und Ilse Malena. 

Von weltberühmt bis fast vergessen gehören ihre Lebensgeschichten zur Biografie Berlins. Die Ausstellung stellt die Personen in Bild und Text vor, mit Hinweisen zu ihren Konzert- und Wirkungsstätten im Stadtraum. Ausschnitte ihrer Musik - Hörbeispiele vom 18. Jahrhundert bis in unsere Zeit - können per Knopfdruck abgespielt werden.

Ausstellung: Ausstellungsstele: Pedro Moreira, Ausstellungskonzept: Kerstin Stamm und Nina Nedelykov, Recherche+Texte: Kerstin Stamm, Grafik: Annette Ochs Ochs Design, Ton+Lichttechnik: Nils Maushagen & Matija Horvacki, Unterstützung und Beratung: Inka Bause, Fam. Wiesenack, Musikvorschläge: Marguerite Kollo.