Grabstätte Laura Perls, Jüdischer Friedhof Weißensee, Berlin

Denkmal, 1919, Architekt  Ludwig Mies van der Rohe

Auftraggeber: Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg

Förderung: privater Geldgeber, Landesdenkmalamt Berlin und Förderverein Jüdischer Friedhof Berlin Weißensee

Planung: denkmalpflegerisches und historisches Gutachten einschl. genealogische Forschung. Schadenskartierung, Planung, Bauleitung und Dokumentation. Demontage und Wiederaufbau des gesamten Bauwerks, Reinigung und Restaurierung der Naturstein-Oberflächen, Wiederherstellung des Schriftzuges und Wiederbepflanzung gemäß hist. Vorbild.

Während der Arbeiten wurden noch lebende Mitglieder der Familie Perls in den USA gefunden, die anläßlich der Fertigstellung auch nach Berlin kamen. Die Denkmaldokumentation untersucht die Familiengeschichte über 8 Generationen und setzt das Bauwerk in den Kontext der Entwicklung des Werkes von Mies van der Rohe,  denn die Grabstätte Laura Perls steht am Anfang einer Reihe Entwürfe für Grabmäler bzw. Gedenkstätten, die Mies bis Anfang der 1930er Jahre plante, darunter auch das Revolutionsdenkmal auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde von 1926.

Historie: Laura Perls (1862-1919) war die Mutter des Juristen und Kunsthändlers Hugo Perls, für den Mies van der Rohe 1910/11 das Wohnhaus Perls in der Hermannstraße 14 in Berlin-Schlachtensee gebaut hatte. Die Familie Perls verließ Deutschland um 1930, die Anlage verkam.

Projektbeteiligte: Reinald Eckert, Landschaftsarchitekt

Mitarbeiter NM: Yasser Almaamoun

Natursteinarbeiten: Burkhard Bluhm Natursteinrestaurator

Publikation: "Memoria and monument. The Graves Laura Perls and Albert Mendel in Berlin-Weissensee“, in: 16th Docomomo Germany3rd RmB conference „100 Years Bauhaus. What Interest Do We Take In Modern Movement Today?“, Hrsg. U. Pottgiesser, F. Jaschke, M. Melenhorst, Lemgo, 2020. https://www.th-owl.de